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Was sind LUFS und wofür sind sie da?

Was sind LUFS?

Inhaltsverzeichnis

Hast du schon mal Musik gehört, als plötzlich das nächste Lied anfängt und es so laut ist, dass du die Lautstärke herunterdrehen musst? Oder andersrum: Du musst die Lautstärke stark anheben, damit der neue Song genauso Laut klingt, wie der alte. Das passiert, wenn die Musik nicht mit einer konstanten Lautstärke gemastert ist (egal ob auf einem Album, auf verschiedenen Streaming-Seiten usw.) und deshalb die wahrgenommene Lautstärke während der Wiedergabe merklich unausgewogen wird.

Um genau diese Probleme zu vermeiden, wurden die LUFS entwickelt, ein Standard für Lautstärkemessungen. Damit kann jede Plattform LUTS angeben, damit die Mastering-Ingenieure wissen, auf welche Lautstärke sie den Song mastern müssen.

In diesem Artikel erklären wir dir, was du über LUFS, die neue Art der Pegelmessung im Audiobereich, wissen musst und was es bedeutet, sie bei der Musikproduktion einzusetzen.

Was sind LUFS?

LUFS ist eine neue Methode zur Messung von Audiopegeln und Lautstärke. Sie berücksichtigt menschliche Hörmuster, die besser mit der Realität korrelieren als andere Messmethoden, wie zum Beispiel dB.

Beispiel für die Lautstärkemessung
Beispiel für die Lautstärkemessung mit iZotope Insights (Quelle des Bildes: iZotope.com)

Das Akronym steht für Loudness Units Full Scale oder Loudness Units Relative to Full Scale.

Wofür hat man die LUFS erfunden?

Bei der Erfindung der LUFs wurden hauptsächlich 2 Ziele verfolgt:

  1. Eines davon ist, dass wir eine Pegelmessung genauer mit unserer Wahrnehmung von Lautheit in Beziehung setzen können. Dementsprechend werden 2 Songs, die den selben LUTs-Pegel haben, von uns als gleich Laut wahrgenommen.
  2. Das andere und wichtigere Ziel ist es, die Lautstärke von Fernseh- und Radiosendungen zu standardisieren, was sich letztlich auch auf die Welt der Musikproduktion und des Streamings auswirkt, da Mastering Ingeneuere mittlerweile je nach Plattform auf verschienen Lautstärke mastern müssen.

Lautstärke im letzten Jahrhunder – “The Loudness War”

Der Krieg um die Lautstärke auf Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music oder YouTube ist beendet oder steht kurz vor dem Ende.

Jahrelang haben Mastering-Ingeneuere um die lautesten Tracks gekämpft. Man ist davon ausgegangen, dass ein Song als “besser” oder “geiler” empfunden wird, wenn er lauter ist.

Das ist eine gute Nachricht! Denn so kommt es beim Mastering nicht mehr nur darauf an, wer am lautesten mastert, sondern wer am besten mastert.

Toningenieure in der Welt des Radios und Fernsehens versuchen schon seit einiger Zeit, durch verschiedene Initiativen abrupte Lautstärkesprünge zwischen Sendungen und Werbespots zu vermeiden, da solche Sprünge das Vergnügen des Nutzers beeinträchtigen, der dann während der Werbepausen den Sender wechselt, weil er erschrocken ist.

Diese Konzepte wurden schließlich auch von anderen digitalen Musikstreaming-Plattformen in ähnlicher Weise übernommen, wie zum Beispiel Spotify, Tidal oder Apple Music.

Der Zweck dieser Vorschriften ist es, den durchschnittlichen Lautheitswert zu standardisieren oder zu normalisieren, anstatt die Spitzenwerte, die bisher verwendet wurden.

Das heißt, anstatt zu verlangen, dass die Spitzenwerte ein bestimmtes Niveau erreichen, ohne zu berücksichtigen, dass das durchschnittliche Volumen zu hoch sein könnte, verlangen wir jetzt, dass der Durchschnitt des Volumens einem bestimmten Standard entspricht.

Es soll ein Durchschnittswert für das gesamte Programm erreicht werden.

Auf diese Weise wird angestrebt, dass die Lautstärke, die eng mit dem Durchschnittspegel zusammenhängt, eines Programms und der Werbeblöcke gleichmäßig ist.

LUFS: Praktische Umsetzung bei der Musikproduktion

Die Umsetzung hat zwei Teile, einen in der Produktion und den anderen in der Reproduktion durch das Endmedium.

  • Auf der Produktionsseite geht es darum, das Durchschnittsniveau an einen Wert anzupassen, der durch das zu bearbeitende Medium bestimmt wird (z. Bsp -14 dB, wenn man für Spotify mastert).
  • Auf der anderen Seite ist auf der Wiedergabeseite ein System eingebaut, das den Pegel der Musik auswertet. Sobald ein Song einen niedrigeren oder höheren LUFS-Wert hat, als das, was die Plattform vorgibt, wird die Lautstärke des Songs angehoben oder reduziert (durch einen Limiter, unter anderem).

Darum ist es extrem wichtig, lieber zu laut als zu leise zu mastern, da man nie weiß, wie dein Song klingen wird, wenn z. Bsp. Spotify die Lautstärke durch einen Limiter anhebt. Dein Mix kann sich ändern, und plötzlich können der Bass oder die Vocals zu laut sein.

YouLean ist ein sehr gutes und kostenloses VST Plugin, um die Lautstärke zu bestimmen
YouLean ist ein sehr gutes und kostenloses VST Plugin, um die Lautstärke zu bestimmen

Aber wenn Spotify die Lautstärke reduziert, kannst du sicher sein, dass dein Mix gleich bleibt, denn hier reduziert nur ein “Fader” die Lautstärke, ohne den Song zu komprimieren.

Wenn der Nennpegel z. B. -14 dB (Ja, LUFs werden auch in dB gemessen!) beträgt und die Datei bei der Analyse einen Pegel von 10 dB hat, also 4 dB darüber liegt, wird diese Information gespeichert und beim Abspielen der Datei wird der Pegel so reduziert, dass er dem von der Plattform vorgeschlagenen Standardpegel entspricht.

Wenn man bedenkt, dass die meisten digitalen Streaming-Plattformen dieses System integriert haben, macht es keinen Sinn mehr, nach der maximal möglichen Lautstärke zu suchen, da die Plattformen die Lautstärke auf das von ihnen festgelegte Niveau bringen und jede Abweichung beim Abspielen der Datei korrigiert wird.

Es reicht also, wenn du sicherstellst, dass der Song mindestens die Anforderungen der Plattform erfüllt, aber nicht darunter bleibt.

Wenn das Mastering mit dem Ziel durchgeführt wird, einen hohen Lautstärkepegel zu erreichen, verringern sich lediglich unsere Chancen auf eine gute Audioqualität, da man die Peaks verzerren muss, und eine bestmögliche Darstellung unserer Musik, da die Plattformen den Pegel am Ende automatisch anpassen werden.

Statdessen können sich gute Mastering-Engineers heutzutage darauf konzentrieren, den Song einfach nur gut klingen zu lassen.

Der Paradigmenwechsel gleicht das Spielfeld zwischen Superproduktionen und bescheideneren Produktionen aus und vermeidet eine Überkomprimierung, die zu einem Verlust an Klangqualität bei Transienten, Details und Klarheit führt.

Waves WLM Meter ist mein liebelings PLugin, um die LUFs zu messen
Waves WLM Meter ist mein Lieblingsplugin, um die LUFs zu messen.

LUFs: Der neue Messstandard

Für die EBU-Forschung war eine neue Art der Messung des Durchschnittspegels notwendig, um der Wahrnehmung von Lautheit näher zu kommen. Das daraus resultierende Maß wird LUFS (Loudness Units Relative to Full Scale) genannt.

Die Messung hat eine Frequenzbewertungskomponente und eine Integration über die Zeit, um der Funktionsweise unseres Gehörs zu entsprechen. Die Integration kann kurz sein, 400 ms, kurzzeitig 4 Sekunden oder integriert, was den Zeitraum vom Beginn der Wiedergabe bis zur Pause einbezieht.

Dementsprechend erhaltet man verschiedene Werte bei der Messung: Short Term (4 sek), Momentary (400msek) und Integrated (über die gesamte Länge des Songs).

Das durchschnittliche Niveau, das wir anstreben sollten, wird in LUFS angegeben, und das optimale Niveau hängt von der Plattform ab, mit der wir arbeiten müssen. Die Tabelle zeigt einige Referenzwerte für den LUFS-Wert, den der endgültige Master anstreben sollte.

PlattformEmpfohlene LUFs in dB
Spotify-14
Youtube-13
Apple Music-16
Tidal-14
Amazon Music-14

Obwohl alle diese Plattformen ein unterschiedliches Niveau anstreben, erlauben die Musikaggregatoren auf ihnen leider meist nur das Hochladen einer digitalen Datei, so dass man mit einem Kompromiss zurechtkommen muss.

In einem solchen Fall sollte der Kompromiss nahe bei -14 LUFS liegen, was ein Zwischenwert zwischen den Plattformen ist und es uns ermöglicht, beim Mastering keinen zu hohen Pegel anzustreben und so ein Ergebnis mit mehr Dynamik zu erzielen.

LUFS: Wie sorge ich für gute Pegeln?

Auch wenn der neue Standard dafür entwickelt wurde, einen Exzess an Kompression/Limiting zu vermeiden, werden hier auch die echten Pegel gemessen. Wir müssen die Spitzen mit einem echten Spitzenwertmesser messen, der berechnet, was passiert, wenn wir das Signal vom digitalen in den analogen Bereich umschalten.

Der Zweck dieser Messung ist es, die Verzerrungen zu vermeiden, die bei einigen Konvertern und insbesondere bei der Erstellung einer Datei mit Datenkompression wie mp3 oder AAC auftreten. Diese Art von Datei erhöht den endgültigen Pegel des Masters und kann daher zu Verzerrungen führen.

Die Norm schlägt vor, dass die Spitzenwerte – 1 dBTP/-0,5dBTP, True Peak, betragen. So ist man immer auf der sicheren Seite und vermeidet Verzerrungen. Messgeräte, die den LUFS-Standard haben, enthalten in der Regel die Messung der wahren Spitze.

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